WissenswertSchnarchkonzert & Schlafstörungen Die volkswirtschaftlichen Schäden, die weltweit durch Schlafstörungen entstehen, werden auf über 400 Milliarden Dollar geschätzt. Schlafstörungen sind aber auch recht einträglich. Immer mehr Tabletten werden verschrieben, um eine ausreichende Nachtruhe wiederherzustellen. Jeder 5. Deutsche leidet unter gestörtem Schlaf. Wahrscheinlich besteht eine hohe Dunkelziffer derer, die diese Ursache ihrer Gesundheitsstörungen noch nicht in Betracht gezogen haben. Nur knapp die Hälfte der bekannten Schlafstörungen wird überhaupt behandelt. Davon wiederum fühlen sich 50 % der Behandelten nicht besser. PRAKTISCHE RATSCHLÄGE TIPP: 6-Monats-Regel: Nach 6 Monaten erfolgloser Therapie beim Hausarzt sollte der Facharzt für Nervenheilkunde hinzugezogen werden. Ist dieser nach weiteren 6 Monaten nicht erfolgreich, muss die technische Schlafdiagnostik einsetzen. Manche Ärzte praktizieren sie in der Praxis, z.B. Lungenfacharzt oder Neurologen. Merke: Die Behandlung einer Schlafstörung muss so früh wie möglich einsetzen. Nur dann sind die gesundheitlichen Folgen für den ganzen Organismus rasch rückgängig zu machen. Aber auch seit langem bestehende Schlafstörungen sind effektiv behandelbar. WANN SOLLTE DER ARZT AUFGESUCHT WERDEN? Wenn über mindestens 4 Wochen 3 mal pro Woche eine Schlafstörung bemerkt wird. WORAN ERKENNT MAN BEI SICH SELBST ODER BEI EINEM MITMENSCHEN, DASS EINE SCHLAFSTÖRUNG VORLIEGT? · Verlangsamtes Denken · Vergesslichkeit · Konzentrationsstörungen · leichte Ermüdbarkeit, Erschöpfungserscheinungen am Morgen · Unausgeschlafensein nach ausreichender Schlafzeit · Reizbarkeit · leichtes Schwitzen · Depression · Ohrgeräusche/Tinnitus · Schlafzwang am Tage = Sekundenschlaf, "Narkolepsie" · psychisch und physisch nicht belastbar · Bluthochdruck WAS KANN DEN SCHLAF STÖREN?
Merke: Wie würden Sie reagieren, wenn man ihre Fähigkeiten behindert und Sie den ganzen Tag einengt und Sie nicht beachtet? Wahrscheinlich würden Sie mit der Zeit Ihre wertvollen Talente verkümmern lassen. So reagiert jedes Organ unseres Körpers und auch die Fähigkeiten des Wachseins und Schlafens. TIPP: Trainieren Sie den Schlaf wie das Wachsein, wie den Körper und das Lernen. Alles ist lernbar. WIE VIELE STUNDEN SCHLAF BENÖTIGEN WIR? Als Erwachsene mindestens 5 Stunden. Dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt reichten 4 Stunden, auch Napoleon war damit zufrieden und der geniale Erfinder Thomas Alva Edison, der mit der Erfindung der Glühbirne die Nacht erhellte und 84 Jahre alt wurde, Albert Einstein benötigte dagegen 10 Stunden Schlaf. Im Alter verkürzt sich die Schlafzeit von 6 Stunden Durchschnitt eines Jugendlichen bis auf 5,5 Stunden. Merke: Guter Schlaf hat mehrere Tiefschlafphasen besonders in der ersten Nachthälfte. Der menschliche Körper kann keinen Schlaf im voraus "tanken", um länger leistungsfähig zu sein. Es empfiehlt sich aber, vor Tagen mit voraussehbarer körperlicher oder seelischer Belastung, wenn möglich, die normale Stundenzahl geschlafen zu haben. Versäumter Schlaf kann nachgeholt werden. WIE LANGE KANN EIN MENSCH OHNE SCHLAF AUSKOMMEN? 120 Stunden, allerdings stellen sich Halluzinationen und Ausfälle des Immunsystems ein, die tödlich enden können. WAS SIND SCHLAFSTÖRUNGEN? · Einschlafen nach mehr als 40 Minuten · mehr als einmaliges Aufwachen in der Nacht · Atemstörungen - Aussetzer der Atemtätigkeit für mehr als 20 Sekunden · Schnarchen · Muskelzucken oder "Unruhige Beine" URSACHEN VON SCHLAFSTÖRUNGEN> Medikamente: Schilddrüsenhormone, Betablocker, Kortisone, Asthmamedikamente, Drogen: Koffein (mehr als 5-6 Tassen Kaffee entsprechen 600 mg Koffein, diese Menge kann den Schlaf beeinträchtigen), Alkohol (fördert das Einschlafen, aber auch das vorzeitige Aufwachen); Antidepressiva, die die aktiven Traumphasen unterbinden (die sog. "REM-Phasen"); Quecksilber aus Amalgam-Füllungen, das in Nervenknoten im Kopfbereich angesammelt wird und dadurch Kettenreaktionen in Gang setzen kann. Das Verbringen zu vieler Stunden im Bett: Fernsehen, Essen, Lesen sind Beschäftigungen, die Wachsein erfordern. Das heißt für das Gehirn: im Bett muss ich wach sein. WAS FÖRDERT DAS EINSCHLAFEN? · Viel Sauerstoff den ganzen Tag über · klare Gedanken vor dem Zubettgehen · positives Denken und Handeln · Haken Sie den Tag ab, er ist vergangen, Sie können nichts mehr verbessern · schreiben Sie auf, was morgen getan werden kann/muss, was unwichtig ist, was nicht nötig ist, nehmen Sie keine ungeklärten Gedanken mit ins Bett · Legen Sie sich ein Traumtagebuch zu · Reinigen Sie die Nase und den Hals vor dem Zubettgehen · nicht zu kalte Belüftung, mindestens 10 Grad Celsius, besser 15 Grad · Matratze oft lüften · Farben: helles Violett oder Blau-lila an den Wänden und entsprechend gefärbte Bettwäsche sind schlaffördernd · Bettwäsche alle 1-2 Wochen wechseln und ohne allergiefördernde Waschmittel waschen · Kurzschlaf am Mittag von maximal 30 Minuten kann den Körperrhythmus fördern und somit dem Nachtschlaf dienen, längerer Mittagsschlaf belastet das Herz, weil ein Erwachen aus dem Tiefschlaf erfolgt. Das ist ein Alarmsignal für den Körper, das auf Dauer schaden kann, ebenso wie nachts · vor dem Schlafen um den Block gehen · nicht vom Fernsehen direkt ins Bett gehen · vorher etwas trinken · Atmübungen machen, Entspannen. · Schlafhilfen sind: Hopfen, Melisse, Lavendel als Badezusätze, Hopfen und Baldrian in Tablettenform oder auch als Tee · 900 bis 1200 mg Baldrian werden heute ärztlich als Einschlafhilfe empfohlen · der Wurzelextrakt Kava-Kava kann es mit den Tranquilizern aufnehmen, Forschungen bestätigen seine beruhigende und schlafanstoßende Wirkung · L-Tryptophan ist in Tabletten erhältlich und bildet im Gehirn u.a. · das Schlafhormon Melatonin, das auch direkt eingenommen werden kann; hierbei sollte der Arzt konsultiert werden · warme Milch mit Haferflocken und 1 Teelöffel Honig · ätherische Öle: St. Johanser Wildkräuteröl, Sandelholz, Geranium - tropfen Sie abends einige Tropfen Lavendel-, Kamillen- oder Majoranöl auf das Kopfkissen · Vollkornprodukte (enthalten viel Vitamin B1) · kommen die Gedanken nicht zur Ruhe, versuchen Sie die Bachblüte White Chestnut (Apotheke) 3x 10 Tropfen einer Lösung aus 70%igem medizinischen Alkohol + Volvic Wasser im Verhältnis 2:1; Sie können auch den Gedanken spielerisch nachgehen und sich in angenehme Vorstellungen hineindenken (Urlaub, Bild malen etc.) oder probieren Sie unseren Beruhigunegstee in Kombination mit dem Tiefschlafkissen. |
|
|